
Die
Tatrotkarten sind für den
Lebensberater ein wichtiges Hilfsmittel, mit dem er Situationen analysieren kann, ohne sich dabei von subjektiven Faktoren beeinflussen zu lassen. Sie werden blind gemischt und die Lage der Karten bestimmt durch ein Stoppsignal oder durch Abheben derjenige, der eine Auskunft vom
Kartenleger erwartet. Jeder einzelnen Karte werden bestimmte Fakten zugeordnet. So steht der Narr beispielsweise für die jugendliche Leichtigkeit, mit der manche Menschen durchs Leben gehen. Ihm ist auch die Zahl Null zugeordnet, was in manchen Deutungen dazu führt, dass sie als Fehlschlag auf Grund eines persönlichen Versagens gewertet wird. Über verschiedene
Legesysteme werden den Karten die unterschiedlichen Bereiche des Lebens zugeordnet, so dass sich bei der Auswertung des Gesamtbildes auch die gesamte Lebenssituation des Fragestellers präsentiert. Andere
Legesysteme beschäftigen sich mit zeitlichen Abläufen und ermöglichen so einen kleinen Ausblick in die Zukunft. Dabei kommt es auch sehr auf das psychologische Fingerspitzengefühl des
Kartenlegers an, der in der Lage sein muss, den Fragesteller über Veränderungen im Klang der Stimme, der Atemfrequenz und des oft hörbaren Pulses zu er spüren. Da die
Tatrotkarten wie andere Kartensysteme auch in der Lage sind, auch Geburten und Sterbefälle vorauszusagen und damit eine riesige Verantwortung verbunden ist, lehnen es viele
Kartenleger aus Prinzip ab, darüber Auskunft zu geben. Der Hintergrund ist das Vermeiden einer so genannten selbst erfüllenden Prophezeiung, denn wie jedem Menschen kann auch einem
Kartenleger einmal ein Fehler passieren